Regulation der Genaktivität bei Eukaryoten

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Grundlagen zum Thema Regulation der Genaktivität bei Eukaryoten
Dieses Video befasst sich mit der Regulation der Genaktivität bei Eukaryoten. Dabei lernst du etwas über die Umstrukturierung des Chromatins, die Methylierung der DNA und die Acetylierung von Histonen. Anschließend wird dir gezeigt wie die Geneaktivität schon bei der Transkription reguliert wird. In diesem Video wird dir zudem eine weitere Möglichkeit zur Genregulation vorgestellt: die Genamplifikation. Außerdem erhältst du einen Ausblick auf posttranskriptionellen Prozesse. Viel Spaß mit unserem Video zur Regulation der Genaktivität bei Eukaryoten!
Transkript Regulation der Genaktivität bei Eukaryoten
Hallo, willkommen zum Video über die Regulation der Genaktivität bei Eukaryoten. Du lernst in diesem Video, wieso es besondere Herausforderungen bei der Regulation des eukaryotischen Genoms gibt. Außerdem lernst du, auf welchen Ebenen die Genregulation ablaufen kann. Voraussetzungen, um das Video optimal zu verstehen, sind Kenntnisse über die Unterschiede zwischen Pro- und Eukaryoten. Zudem solltest den Ablauf der Genexpression - also den Prozess vom Gen zum Protein - bereits beherrschen. Die Kontrolle der Genexpression kann bei jedem Schritt auf dem Weg vom Gen zum funktionierenden Protein erfolgen. Die Kontrolle kann bereits mit der Ablesbarkeit eines Gens zusammenhängen, also auf der DNA- Ebene erfolgen. Es gibt Regulationsmechanismen, die bei der Transkription eingreifen. Danach wird die prä-mRNA prozessiert, es erfolgt das Spleißen und die Translation der reifen mRNA in ein Polypeptid. Dieses wird gefaltet und gegebenenfalls modifiziert und bei Bedarf abgebaut. Bei allen diesen Ebenen kann eine Regulation stattfinden. Die Regulation findet vorwiegend bereits auf der Ebene der Transkription statt. Bei Eukaryoten, die ein viel größeres und komplexeres Genom aufweisen als die Prokaryoten, ist der DNA- Proteinkomplex, den man als Chromatin bezeichnet, in verschiedene Überstrukturen gefaltet. Es gibt also, wie du bereits weißt, unterschiedliche Ebenen der DNA- Verpackung. Die Umstrukturierung des Chromatins bestimmt, wie gut die RNA- Polymerase und alle anderen bei der Transkription beteiligten Proteine zugänglich ist. Die Struktur des Chromatins beeinflusst die Verfügbarkeit der Gene für die Transkription. Das heißt: Wenn die DNA dichter verpackt ist, dann kommen die Proteine für die Transkription schwerer an den DNA- Abschnitt dran und er wird nicht abgelesen. Die Ablesbarkeit eines Gens ist abhängig von der DNA- Methylierung und der Histon-Acetylierung. Die Umstrukturierung des Chromatins beeinflusst die Verfügbarkeit der Gene für die Transkription. Dichter verpacktes Chromatin führt zu einem inaktiven Gen. Denn die RNA- Polymerase ist nicht in der Lage, das Gen abzulesen. Unter DNA- Methylierung versteht man das Anhängen von Methylgruppen - also CH3 - an die Basen der DNA. Inaktive DNA ist im Allgemeinen stärker methyliert im Vergleich zur DNA, die aktiv transkribiert wird. Das bedeutet: Die Methylierung der DNA führt zu einem inaktiven Gen. Unter Histon- Acetylierung versteht man das Anheften von Acetylgruppen - also COCH3 - an bestimmte Aminosäuren von Histon- Proteinen. Wenn Histone acetyliert werden, verändert sich die Gestalt, so dass sie locker an der DNA binden. Dadurch haben die Transkriptionsproteine einen erleichterten Zugang zu den Genen in der acetylierten DNA- Region. Das heißt: Acetylierte Histone hängen mit einem aktiven Gen zusammen. Wir kommen jetzt zur Regulation der Genaktivität bei der Transkription: Die Kontrolle der Genaktivität läuft vorwiegend auf der Ebene der Transkription ab. Bei diesem Prozess dockt am Promotor die RNA- Polymerase an. Doch diese benötigt noch andere Proteine, um die Transkription anzufangen. Die sogenannten Transkriptionsfaktoren können entweder mit der DNA oder mit DNA- bindenden Proteinen interagieren. Transkriptionsfaktoren sind also Proteine, die an der Aktivierung der RNA- Polymerase bei der Transkription beteiligt sind. Neben dem Promotor eines Gens gibt es noch andere DNA- Sequenzen, die für die Aktivierung der Transkription von Bedeutung sind. Eine solche DNA- Sequenz wird „Kontrollelement” genannt. Es handelt sich um einen Abschnitt in der nicht codierenden DNA, an dem ein bestimmter Transkriptionsfaktor bindet und die Transkription reguliert. Bei der Transkription binden zusätzlich zu der RNA- Polymerase mehrere Transkriptionsfaktoren, hier abgekürzt mit TF, an der Promotorregion und am Kontrollelement. Durch die Interaktion der Transkriptionsfaktoren, die am Kontrollelement binden und dem RNA- Polymerase- Komplex kann die Transkription reguliert werden. Die sogenannten „Enhancer” führen zu einer erhöhten Transkriptionsrate. Durch die sogenannten „Silencer” wird die Transkriptionsrate gesenkt. Diese Kontrollelemente binden spezifische Transkriptionsfaktoren. Diese können zellspezifisch sein. Das ermöglicht, dass jede Zelle eines vielzelligen Eukaryoten nur einen kleinen Teil ihrer Gene exprimiert. So sind zum Beispiel in Blutzellen, Darmzellen, Neuronen und Muskelzellen unterschiedliche Gene aktiv und bedingen so die unterschiedlichen Erscheinungsformen. Wir kommen jetzt zur posttranskiptionellen Regulation der Genaktivität. „Posttranskriptionell” bedeutet, dass diese Prozesse nach der Transkription stattfinden. Hierzu gehören das alternative Spleißen, die Regulation des mRNA- Abbaus, die Kontrolle der Translation und die Modifikation und der Abbau der Proteine. Eine weitere Form der Regulation der Genaktivität stellt die Genamplifikation dar. Hier werden zur Steigerung der Genexpression mehrere Genkopien erstellt. Bestimmte Zellen benötigen in bestimmten Entwicklungsabschnitten große Mengen eines bestimmten Proteins. Zum Beispiel haben Eizellen einen erhöhten Bedarf an Ribosomen. Um die Anzahl der Ribosomen zu erhöhen, werden also die Gene, die die Ribosomen codieren, vervielfacht. Wir kommen zur Zusammenfassung: Die Regulation der Genaktivität bei Eukaryoten kann auf allen Ebenen beim Prozess vom Gen zum Protein erfolgen. Du hast gelernt, dass die Regulation bereits auf der Ebene des Chromatins und der DNA erfolgen kann. Hierzu zählen die Histon- Acetylierung und die DNA- Methylierung. Die Regulation der Genaktivität erfolgt vorwiegend auf der Ebene der Transkription. Hierbei sind unterschiedliche Transkriptionsfaktoren beteiligt. Außerdem gibt es bei Eukaryoten sogenannte Kontrollelemente. Du hast die Enhancer und die Silencer kennengelernt. Die Regulation kann auch nach der Transkription, also posttranskriptionell, erfolgen. Wir haben folgende Mechanismen angeschnitten: Das alternative Spleißen, die Regulation des mRNA- Abbaus, die Kontrolle der Translation und Proteinmodifikation und Proteinabbau. Außerdem hast du gelernt, dass es auch die Genamplifikation gibt, bei der mehrere Kopien eines Gens angefertigt werden. Danke für deine Aufmerksamkeit. Tschüs bis zum nächsten Video.
Regulation der Genaktivität bei Eukaryoten Übung
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Nenne Voraussetzungen für die Aktivierung und die Hemmung der Transkription.
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Schildere die Regulation der Genexpression.
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Bestimme den Ablauf der Proteinsynthese.
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Ordne den Schlüsselbegriffen der Transkription eine Funktion zu.
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Erläutere Mechanismen zur Regulation der Genaktivität.
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Beschreibe die Bedeutung der Stabilität der mRNA.
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Hallo K Mors,
das stimmt nicht ganz. N6-Methyladenin wurde auch in einigen einzelligen Eukaryoten gefunden. DNA-Methylierungen wurden also bisher auch in Eukaryoten bei den Nukleobasen Adenin und Cytosin entdeckt. Im Video wird auf der Bildebene allerdings vermittelt, dass die Methylgruppe auf Guanin übertragen wird. Der Fehler wurde vermerkt und wird baldmöglichst korrigiert. Vielen Dank für den Hinweis!
Liebe Grüße aus der Redaktion
Die Methylgruppe wird nur an Cytosin gebunden. Dies sollten sie in ihrem Video einbringen.
Hallo Lucas,
vielen Dank für deinen Hinweis. Ich habe mir die Aufgabe angeschaut und wenn ich es richtig erkenne, wird genau das Gegenteil behauptet.
Schreib nochmal, wenn ich falsch liegen sollte.
Viele Grüße aus der Redaktion
Ein Hinweis: Die Bonusfrage beinhaltet einen Fehler; dort wird behauptet es sei richtig, dass die Methylierung die Transkriptionsrate begünstigt...bitte beheben :)
Hallo Lsousa,
deine Anmerkung wird keinesfalls als Angriff wahrgenommen. Im Gegenteil: Wir freuen uns sehr über Kritik und Tipps, die uns helfen unsere Videos zu optimieren.
Viele Videos überschneiden sich thematisch, sodass die Themen in anderen Videos detaillierter erläutert werden. Vielleicht gibt es unter den verlinkten Videos welche, die dir weiterhelfen können.
Vielen Dank für deinen Kommentar!
LG