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Gesetz von Boyle-Mariotte

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Jochen Kalt
Gesetz von Boyle-Mariotte
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Grundlagen zum Thema Gesetz von Boyle-Mariotte

In diesem Video beschäftigen wir uns mit dem Gesetz von Boyle-Mariotte. Nachdem wir kurz die Definition des Drucks wiederholen wird es darum gehen, was mit dem Druck eines idealen Gases passiert, wann man das Volumen ändert und die Temperatur konstant hält. Außerdem werden die Zusammenhänge mit dem Modell des idealen Gases auf mikroskopischer Ebene erklärt.

Transkript Gesetz von Boyle-Mariotte

Hallo und herzlich willkommen. Heute beschäftigen wir uns mit dem Gesetz von Boyle-Mariotte. Nachdem wir kurz die Definition des Drucks wiederholen, wird es in diesem Video darum gehen, was mit dem Druck eines idealen Gases passiert, wenn man das Volumen ändert und die Temperatur konstant hält. Außerdem werden die Zusammenhänge mit dem Modell des idealen Gases auf mikroskopischer Ebene erklärt. Dass Volumen und Druck irgendwie zusammenhängen kann man leicht beobachten, wenn man eine große Spritze vorne zuhält und dann versucht den hinteren Teil ganz rein zu drücken. Das Volumen kann man an der Spritze ablesen. Umso höher der Druck in der Spritze ist, umso stärker musst du drücken. Man merkt, dass das Drücken immer schwerer wird, je weiter man nach vorne kommt. Das heißt der Druck nimmt zu, wenn das Volumen abnimmt. In seiner physikalischen Definition ist Druck gleich Kraft durch Fläche. Um das etwas genauer zu verstehen, schauen wir uns mal ein Gas an, das in einer Box eingeschlossen ist. Die Teilchen aus denen das Gas besteht bewegen sich. Sie stoßen untereinander und mit der Wand. Durch die Stöße mit der Wand wird eine Kraft auf diese übertragen. Die Summe der Kräfte, die durch die Stöße übertragen wird, geteilt durch die Fläche auf der die Stöße stattfinden, ergibt dann den Druck in der Box. Wird das Volumen nun verkleinert, stößt die sich bewegende Wand die Teilchen an. Sie werden schneller. Das heißt, die Temperatur steigt. Nach kurzer Zeit befindet sich das Gas allerdings wieder im thermischen Gleichgewicht mit seiner Umgebung. Das heißt, die Teilchen bewegen sich jetzt genauso schnell wie vor der Volumenverkleinerung. Da sie jetzt aber weniger Platz haben als vorher, stoßen sie öfters mit der Wand, wobei pro Stoß die gleiche Kraft übertragen wird wie vorher. Das heißt, die Kraft steigt während zusätzlich noch die Fläche abnimmt. Daraus folgt, dass der Druck steigt. Um das Ganze mathematisch beschreiben zu können, müssen wir einen Versuch durchführen und Messwerte aufnehmen. Dazu nehmen wir folgenden Versuchsaufbau: Wir haben einen Zylinder gefüllt mit einer gewissen Menge eines verdünnten Gases. Warum das Gas verdünnt sein muss sehen wir später. Das Volumen des Gases kann man ähnlich wie in einer Spritze verkleinern und das Volumen des eingeschlossenen Gases an einer Skala ablesen. Außerdem messen wir mit einem Barometer den Druck des Gases. Jetzt verkleinern wir das Volumen des Gases, indem wir mechanisch gegen den Kolben drücken. Die Bewegung sollte dabei möglichst langsam ablaufen, sodass sich das Gas an seine Umgebung anpassen kann und im thermischen Gleichgewicht ist. So erreicht man, dass die Temperatur konstant bleibt. Um den mathematischen Zusammenhang zu ermitteln, werden die Messwerte in ein VP-Diagramm eingetragen. Das Volumen wird dabei in Kubikzentimetern, der Druck in bar angegeben. Trägt man die Messwerte ein, so sieht man, dass der Druck umgekehrt proportional zum Volumen ist. Man kann auch sagen P mal V ist konstant. Außerdem gilt, dass der Quotient der Drücke eines Gases bei gleicher Temperatur gleich dem Quotienten der Volumina bei eben diesem Drücken ist. Dabei ist darauf zu achten, dass P1 / P2 = V2 / V1 ist, da der Zusammenhang umgekehrt proportional ist. Diese Zusammenhänge sind unter dem Namen „Gesetz von Boyle-Mariotte“ bekannt. Gefunden wurde es von Edme Mariotte und Robert Boyle. Die beiden kannten sich nicht, sie fanden das Gesetz unabhängig voneinander. Dabei hatte der Engländer Boyle die Nase leicht vorne. Er entdeckte den Zusammenhang so um 1662. Mariotte, der Franzose war, erst vier Jahre später. Bei diesen Formeln ist zu beachten, dass sie nur für ideale Gase gelten. Ein ideales Gas ist ein Gas, dessen Teilchen untereinander und mit der Wand nur über elastische Stöße wechselwirken und in dem das Eigenvolumen der Teilchen vernachlässigt wird. Das ist auch der Grund, warum im Versuch verdünnte Gase verwendet werden, da dann das Eigenvolumen der Teilchen und ihrer Wechselwirkungen untereinander nicht so sehr ins Gewicht fallen. Damit sind die Voraussetzungen für die Gültigkeit des Modells des idealen Gases näherungsweise erfüllt und die daraus abgeleiteten Vorhersagen stimmen mit dem Experiment überein. So, was haben wir Heute gelernt? Wenn ein Gas bei konstanter Temperatur gehalten wird, so sind Volumen und Druck umgekehrt proportional. Dabei gilt das Gesetz von Boyle-Mariotte. P mal V = konstant und P1 / P2 = V2 / V1 für konstante Temperatur. Das Gesetz gilt aber nur, wenn man den Versuch in einem näherungsweise idealen Gas durchführt. So, das war's auch schon zum Gesetz von Boyle-Mariotte. Ich hoffe, ihr habt etwas gelernt. Tschüss und bis zum nächsten Mal.

1 Kommentar
  1. Sehr schönes Video! Das ideale Gas ist also eine "Light Version", d.h. es ist verdünnt. Somit besitzt es kaum noch Eigenvolumen.

    Von Green Spirit, vor mehr als 11 Jahren

Gesetz von Boyle-Mariotte Übung

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