E.T.A. Hoffmann – Leben und Werk

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Grundlagen zum Thema E.T.A. Hoffmann – Leben und Werk
Künstler oder Beamter? Anfangs versucht E.T.A. Hoffmann seine künstlerischen Neigungen mit seinem Alltag als Beamter in Preußen in Übereinkunft zu bringen, doch in seinem spätere Lebensabschnitt entschied er sich als freier Künstler zu arbeiten. Er war Musikkritiker, Kapellmeister und Bühnenbildner. Der Schriftsteller verreiste in verschiedene Städte und Länder und sammelte zahlreiche Bekanntschaften zu Frauen. Sein innerster Konflikt bestand aus dem bürgerlichen Alltag als Beamter und einer magischen Wunderwelt, der Fantasie. Der Romantiker gilt als Begründer der späteren Fanatsyromane, z.B. Harry Potter. Wie sein Leben nach der Entscheidung als freier Künstler zu arbeiten verlief, erkläre ich dir. Viel Spaß beim Lernen!
Transkript E.T.A. Hoffmann – Leben und Werk
„Wer wagt, durch das Reich der Träume zu schreiten, gelangt zur Wahrheit.“ Für den romantischen Dichter E.T.A. Hoffmann war das nicht bloß ein schöner Spruch, sondern die Leitlinie seines eigenen Lebens.
Aus Vernunftgründen wählt der Sohn eines Rechtsanwaltes den trockenen Beruf eines Justizbeamten. Die Sehnsucht nach der Kunst war jedoch stets stärker. Er leidet unter dem Zwiespalt seiner Träume und den Widrigkeiten des banalen Alltags.
So frönt Hoffmann teilweise einem ausschweifenden Lebensstil. Doch weder die Liebe, noch der Alkohol, noch die Musik kann ihn erlösen. Erst als endlich der Dichter in ihm durchbricht, findet er seine wahre Bestimmung. Sein großes Thema wird der Einbruch von Fantasie in die Realität.
Nur noch vierzehn Jahre blieben dem Spätromantiker bis zu seinem frühen Tod. Sie sind erfüllt von unglaublicher Produktivität. In kurzer Zeit wird Hoffmann zum einflussreichsten deutschsprachigen Erzähler des Fantastischen. Somit gilt er als Vorläufer des modernen Fantasy-Romans, wie zum Beispiel der Harry Potter-Serie.
E.T.A. Hoffmann wird 1776 in Königsberg als jüngstes von drei Kindern geboren. Eigentlich ist sein dritter Vorname Wilhelm. Er lässt ihn jedoch 1805, aus Bewunderung für Mozart, in Amadeus ändern.
Hoffmanns Kindheit und Jugend stehen unter keinem guten Stern. Seine Eltern trennen sich schon 1778, als er zwei Jahre alt ist. Seine Mutter ist gezwungen mit ihrem Jüngsten in den Haushalt ihrer Eltern zurückzukehren.
Hoffmann erhält eine solide bürgerliche Erziehung. Er gilt als musikalisches Wunderkind, ist aber auch ein begabter Maler und Zeichner.
Rein äußerlich ist er von schmächtiger Gestalt mit geisterhaft großen Augen. Im Grunde wirkt er selbst ein wenig wie eine groteske Figur aus einer seiner eigenen Geschichten.
1792 nimmt Hoffmann das Studium der Rechte auf. Schon drei Jahre später legt er in Königsberg erfolgreich das erste Staatsexamen ab. Nebenbei malt und komponiert er.
Hoffmann glaubt, er könne Neigung und Beruf fein säuberlich trennen, aber der Künstler in ihm und der preußische Beamte haben sich nie richtig vertragen. Trotzdem absolviert er 1798 sein zweites Staatsexamen und zwei Jahre später sein Assessorexamen mit der Note 'vorzüglich'.
In den Jahren seiner Ausbildung durchläuft er die Stationen Glogau, Posen, Plock und Berlin. 1804 lässt er sich nach Warschau versetzen.
Hoffmann verlobt sich zunächst mit seiner Kusine Minna. In Posen lernt er die Polin Maria Thekla Michalina Rohrer - Trzcinska kennen. Daraufhin löst er die Verlobung mit seiner Kusine wieder und heiratet Maria im Jahr 1802.
Im November 1806 marschiert Napoleon in Warschau ein. Der preußische Staat, dessen Beamter Hoffmann gewesen war, existiert nicht mehr. Er beschließt, alles auf eine Karte zu setzen und ein Leben als freier Künstler zu wagen. So schlägt er sich in verschiedenen Städten als Musikkritiker und -lehrer, Kapellmeister und Bühnenbildner durch.
In Berlin wird Hoffmann sein Hang zu den Frauen zum Verhängnis. Bei einer Geliebten steckt er sich mit Syphilis an.
Höhepunkt seiner Künstlerjahre ist seine Zeit in Bamberg. Hoffmann verabscheut das dort vorherrschende bornierte, an Kunst und allem Schönen total desinteressierte Kleinbürgertum.
Der Romantiker in ihm wendet sich vom bürgerlichen Alltag ab und findet Zuflucht in einer magischen Wunderwelt. Dieser Konflikt könnte als Auslöser für Hoffmanns zweite Karriere als Dichter gelten.
1809 erscheint die Erzählung “Ritter Gluck”, 1813 bis 1815 die “Phantasiestücke in Callots Manier”. Das dort enthaltene Künstlermärchen “Der goldene Topf” zählt zu Hoffmanns Meisterwerken. Viele seiner späteren Werke sind im Grunde nur Variationen des dort dargestellten Urgegensatzes zwischen Spießertum und einer besseren Gegenwelt, in der die Kunst und Schönheit zu Hause sind.
Nach dem Sieg Preußens über Napoleon gibt es für Hoffmann 1814 die Möglichkeit nach Berlin in den Staatsdienst zurückzukehren. Für seine Tätigkeit am Kammergericht wird er jedoch anfangs nicht fest entlohnt. So muss er mit den Einkünften aus der Schriftstellerei auskommen.
Mit den “Elixieren des Teufels” möchte er an den Erfolg des “goldenen Topfs” anknüpfen, was aber nicht gelingt. Weitere Werke erscheinen. Insgesamt sind es zwei Romane und über 100 Erzählungen, Märchen, Novellen Skizzen und Singspiele.
Nach dem Sieg über Napoleon hat in Deutschland die politische Restauration eingesetzt. Jede liberale Äußerung wird unterdrückt.
In der Erzählung „Meister Floh“ karikiert Hoffmann den Polizeidirektor Carl Albert von Kamptz. Gegen Hoffmann wird ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Durch seine Syphiliserkrankung im Spätstadium erreicht er jedoch immer wieder, dass der Prozess aufgeschoben wird.
Am 25. Juni 1822 stirbt Hoffmann in Folge seiner Krankheit.
E.T.A. Hoffmann – Leben und Werk Übung
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Bestimme die wichtigsten Daten in E. T. A. Hoffmanns Leben.
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Nenne die Berufe, die E. T. A. Hoffmann im Laufe seines Lebens ausgeübt hat.
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Erläutere E. T. A. Hoffmanns Werdegang als Künstler.
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Ordne den Autor E. T. A. Hoffmann einer literarischen Epoche zu.
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Beschreibe das Äußere von E. T. A. Hoffmann.
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Untersuche die Rezeption von E. T. A. Hoffmanns Werken anhand der Texte.
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- Sie groß oder klein
Das Video kommt einem vor wie eine Aufzählung der Jahreszahlen, Berufe und Werke, doch kommt man E.T.A. Hoffmann als Persönlichkeit nicht wirklich näher.
Prima Video, tolle Gestaltung! Danke
Sehr gutes Video. Danke dafür!